Camil
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Camil in Memoriam
Weltsieger Multi-Champ. CAMIL Kasiterit

Weltsieger 1996, Champion Tschechischen/Slowakei 1997, Champion Österreich/International 1998, Champion of Champions Österreich Gruppe 1 1998, Bester Rüde Slowakei 1998 * erfolgreichster Briard-Rüde Österreichs aller Zeiten
HD A/A * voll zur Zucht zugelassen
15. Dezember 1992 - 26. Juni 1999
Vater: Ch. FIGHTING CHANCE Imago (Tschechien * Champion Tschechien)
Mutter: KASITERIT van'w Wuitensnest (Slowakei - Import aus Belgien * HD A/A)
Camil war ein herzensguter Rüde, freundlich zu allen Artgenossen - ob gross oder klein, ob Rüde oder Hündin. Er war der geborene Ausstellungshund, er genoss es im Ring zu stehen, er wusste stets, dass es um etwas ging, wenn er präsentiert wurde. Seine Ausstellungserfolge lesen sich wie ein Roman. Leider war es nicht Bestimmung, dass dieser grossartige, erfolgreiche Briard ein normales Lebensalter erreicht und es sollte auch nicht sein, dass es Nachzucht nach diesem wunderschönen, gesunden und charakterfesten Rüden gibt.
Camil kam auf tragische Weise im Alter von nicht einmal sieben Jahren um's Leben: Er war zur Vorbereitung auf eine Ausstellung bei seiner Handlerin ...... es war abends beim Spaziergang ...... auf einmal lief er los und hörte nicht mehr auf die Rufe seiner Handlerin ...... Stunden später wurde er von Freunden seiner Züchterin gefunden ...... tot ...... überfahren von einem Auto ...... viel zu jung. ...... Seine letzte Ruhestätte fand Camil bei den Freunden, die ihn gefunden haben, die damals besten Freunde seiner Züchterin. ...... Was tatsächlich passiert ist, werde ich nie erfahren: Camil's Handlerin wanderte nur wenige Tage nach diesem erschütternden Vorfall in die USA aus und niemand hörte mehr etwas von ihr.
Dieser Rüde war Österreich's erfolgreichste Briard aller Zeiten. Ich bin stolz, dass ich Besitzer dieses Rüden sein durfte und danke seiner Züchterin dafür.

- 20.03.1999 - Camil ist an der Abschlussveranstaltung der Österreichischen Ausstellungssaison 1998 Champion of Champions Sieger Gruppe 1
- 1998 - Camil ist bester Briard-Rüde Briard-Club Slowakei
- 1998 - Camil ist Österreichischer Champion
- 17.06.1998 - Camil ist Internationaler Champion
- 1997 - Camil ist Slowakischer Champion
- 1997 - Camil ist Tschechischer Champion
- 07.06.1996 - Camil ist Weltsieger
Arwa Z. in Memoriam
ARWA Zevar CS

Als Du geboren wurdest regnete es die ganze Nacht.
Nicht weil es regnen sollte, sondern weil der Himmel
um den süessesten Stern weinte, den er verlor!
Deine Lebenskerze ist am 25. September 2000 -
viel zu früh und so unerwartet für uns - erloschen,
Dein Licht hier auf Erden hat für immer aufgehört zu leuchten.
Ein weiteres Sternchen hat die Reise in den Briard-Himmel angetreten.
Seither wissen wir, wie dem Himmel damals
- an Deinem Geburtstag - zumute war.
Leb wohl, ARWA. Du hast grosse Leere
in unseren Herzen hinterlassen, tiefen Schmerz
und unendliche Traurigkeit.
DANKE für das Licht und das Leben,
das Du uns in den wenigen Jahren,
in denen wir Dich begleiten durfte, gebracht hast.
HD A/A, SchH 1
22. April 1989 - 25. September 2000
Vater: Champ. KUBULA van't Wuitensnest (Tschechien/Import Belgien * Champion CZ)
Mutter: DWINA od Rezného potoka (Tschechien)
Arwa kam erst im Alter von viereinhalb Jahre zu mir. Ich hatte sie kennen und lieben gelernt, nachdem sie von meinem Sándor (Rec. Champ. SÁNDOR von Anitzberg) 1992 gedeckt worden war und am 20. Oktober 12 Welpen nach ihm warf. Jede Woche war ich gemeinsam mit Freunden von uns bei Arwa und ihren Kindern und versorgten sie mit Futter. Arwa und ihre Welpen lebten in einem Keller, bei starkem Regen stand neben der Wurfbox das Wasser, Heizung gab es keine, überall rund um Arwa war nichts als Gerümpel, ...... Unvorstellbar, dass eine Hündin ihre Welpen unter solchen Bedingungen aufziehen musste. Scheinbar war nicht oft jemand bei Arwa, denn sie freute sich immer irrsinnig, wenn wir kamen und das war wohl auch der Grund, warum sie uns - obwohl sie uns nicht kannte - schon beim ersten Besuch (in der ersten Lebenswoche der Welpen) freudig begrüsste und wir ohne weiteres ihre Welpen anfassen und auch aus der Wurfkiste nehmen durften. Sie selbst genoss die Zuwendung, die wir ihr entgegenbrachten und die Streicheleinheiten - das war wohl normalerweise Mangelware für diese liebenswerte Hündin. Da einige Welpen dieses Wurfs nach Österreich kommen sollten, sorgten wir für das korrekte Kleben der Ohren, brachten den Welpen Spielsachen, lieferten auch die Wurmpräparate und sorgten für die Impfungen, damit wir sicher sein konnten, dass alle Hunde bis zur Abgabe die wichtigsten Impfungen hatten. Ich selbst nahm eine Tochter von Arwa zu mir (Arwa Betkin dvor) -Weihnachten 1992 zog diese Hündin bei mir ein.
Der Kontakt zu Arwa riss nicht ab (zum Glück, denn so erfuhr ich von dem, was von ihrer Besitzerin geplant war). Ich hatte diese Hündin aufgrund ihrer Liebenswürdigkeit und ihres Vertrauens zu mir sehr ins Herz geschlossen. Nach einem weiteren Wurf von ihr erfuhr ich, dass sie eingeschläfert werden sollte, weil die Besitzerin mit ihr nicht den Erfolg in der Briard-Zucht hatte, den sie sich wohl erwartete, und niemand hatte diese Hündin nehmen wollen. Ich zögerte keinen Moment und holte Arwa ab, als ihre Welpen sieben Wochen alt waren. Sie stieg sofort ins Auto und drehte sich nicht mehr um, als ihre ehemalige Besitzerin sich von ihr verabschieden wollte. Das sagte mir sehr viel über das Verhältnis zwischen der Besitzerin und der Hündin.
Zu Hause angekommen wurde Arwa sofort einem gründlichen Bad unterzogen, was sie überhaupt nicht störte. Als sie dann mit meinen anderen Hunden zusammengebracht wurde, schaute sie kurz in die Runde und ging dann ohne zu zögern zu meinem Marko, anstatt zu einem der beiden Briards. Sie hatte mit Schäferhunden gelebt und das war wohl der Grund. Nach einem Spiel im Garten wollte sie in den Keller gehen, sie machte keinen Schritt ins Haus. Das zeigte, dass es ihr nie erlaubt gewesen war, das Haus ihrer ehemaligen Besitzerin zu betreten. Mit viel Zureden und vielen Leckereien konnte ich Arwa dann überzeugen, dass in meinem Haus jedes Zimmer für Hunde offen ist und dass sie sich überall bewegen kann. Die arme musste mit viereinhalb Jahren erst lernen, wie man auf Fliesenboden läuft. ......

Bis zu seinem Tod war Marko der unumstrittene Favorit von Arwa. Die beiden verband eine so innige Freundschaft, dass wir nach Marko's Tod Angst hatten, dass Arwa ihm vielleicht bald nachgehen würde. Zum Glück geschah das nicht, aber sie suchte sehr wohl einige Tage nach ihm.
Mit Arwa hatte ich meinen A-Wurf de la Maison du Garde-Barrière - nach meinem Sándor. Der Wurf war eigentlich später geplant, weil sie ja erst Welpen gehabt hatte, aber Sándor war schneller als ich und so passierte es. Sie warf 11 Welpen, vier davon leider totgeboren. Und nun zeigte sich, wie innig die Beziehung von Arwa zu Marko war: er durfte vom ersten Moment an ins Wurfzimmer und sich die Welpen ansehen, während Sándor und die Tochter Arwa B. angeknurrt wurden, wenn sie sich der Zimmertüre nur näherten. Marko war es dann auch, der immer dann einsprang, wenn Arwa ihre wohlverdienten Pausen von den Welpen machte und ihr auch bei der Erziehung der Welpen stets zur Seite stand.
Arwa war eine unkomplizierte, vorzüglich zu führende und verschmuste Hündin. Bekannte, Freunde und Fremde liess sie ins Haus, wenn ich dabei war, aber sie zeigte ein ganz anderes Gesicht, wenn Bekannte oder Freunde, die schon im Haus gewesen waren, ohne mich das Gartentor öffneten und den Garten oder das Haus betreten wollten: sie wurden so lange bewacht, bis ich kam und ihr sagte, dass alles in Ordnung sei. Nachts meldete sie jedes verdächtige Geräusch, blieb aber die Ruhe selbst, wenn nur jemand am Haus vorbeiging. Ihre grösste Leistung war, dass sie nachts einmal einen Schwelbrand im Haus gegenüber meldete, obwohl aufgrund der Witterungsverhältnisse alle Fenster im Haus geschlossen waren. Diese Hündin hatte einen Instinkt, den keiner meiner anderen Hunde jemals hatte. Und ein weiteres Ereignis, das mir immer in Erinnerung bleiben wird: der Mann ihrer ehemaligen Besitzerin tauchte eines Tages unangemeldet auf. Er hatte - mangels Deutsch- und Englischkenntnisse - den Cousin seiner Frau dabei, der früher Arwa's Schutzhelfer gewesen war. Man wollte auf einmal Geld für Arwa, denn wir hatten ja einen Wurf mit ihr gehabt. Den Cousin begrüsste Arwa (sie hatte immer ein gutes Verhältnis zu ihm gehabt, was ich selbst auch sehen konnte, wenn ich mit ihr zur Schutzarbeit in die Slowakei fuhr), aber der ehemalige Besitzer wurde böse angeknurrt und verbellt und bekam keine Chance, auch nur einen Schritt in den Garten zu machen, obwohl ich ihn zu einer Diskussion ohne weiteres eingelassen hätte. Damit war für den Herrn das Thema Geld für Arwa sehr schnell und überzeugend vom Tisch. Von da an habe ich nie wieder etwas von ihren ehemaligen Besitzern gehört oder gesehen.

Auch Arwa ist viel zu früh über die Regenbogenbrücke gerufen worden. Von einem Moment auf den anderen versagten am späten Abend des 24. September 2000 ihre Beine und sie konnte nicht mehr aufstehen und auch nicht mehr gehen, als ich versuchte, ihr zu helfen. Die ganze Nacht über verbrachte ich neben Arwa und am nächsten Morgen wurde der schwere Weg zum Tierarzt angetreten, um Arwa gehen zu lassen.

Ihr seid die besten Freunde im Leben gewesen, Du und Marko. Fünf Jahre und zehn Tage nach Eurer Trennung, seid ihr beiden wieder vereint - auf der anderen Seite der Regenbogenbrücke. Wir sehen uns dort wieder ......... irgendwann ..........
Arwa's besondere Erfolge:
- Am 31. Januar 1994 wirft Arwa nach Sándor (Rec. Champ. Sándor von Anitzberg) den A-Wurf für meine Zuchtstätte de la Maison du Garde-Barrière (11 Welpen 5/6, 0/4 totgeboren, 4/1 schwarz, 1/1 fauve)
- Im August 1993 kommt Arwa zu mir ins Haus
Sándor
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Ahnen
Sándor in Memoriam
Rec. Champ. SÁNDOR von Anitzberg

Der beste Platz Deinen Hund zu beerdigen ist
tief drinnen in Deinem Herzen ......
Champion Slowakei * angekört auf Lebzeit, zur Zucht empfohlen - recommandé * HD A/B, PRA-frei, SNB-frei * BGH 1+2
1. Oktober 1990 - 13. Januar 2001
Vater: Sél. Ch. AGAR Dubreuil du Barrois (Frankreich, Champion D-VDH, Sélectionné Frankreich)
Mutter: ODILE von Anitzberg (Österreich)
Ich suchte einen "Partner" für meinen Deutschen Schäfer-Rüden Marko und besuchte im Juli 1990 eine Hundeausstellung in Wien, um nach einer Rasse Ausschau zu halten. Eigentlich wollte ich eine Dobermann-Hündin, aber was ich sah, gefiel mir nicht. In der Ferne sah ich dann etwas Langhaariges, das mich vom Aussehen her sehr ansprach. Also holte ich Informationen ein und fand, dass das eine ideale Rasse für mich sei. Eigentlich war es schon um mich geschehen beim ersten Blick auf den Briard.
Nun begann die Suche nach Züchtern. Ich schrieb viele Briefe nach Deutschland und Frankreich, schlussendlich entschied ich mich aber für eine österreichische Züchterin. Als ich diese Zuchtstätte besuchte, war gerade eine Hündin gedeckt worden und so meldete ich mich für einen Welpen an. Am 1. Oktober 1990 kam dann ein Anruf, dass die Welpen geboren seien. Alle paar Wochen fuhr ich nach Oberösterreich, um die Welpen heranwachsen zu sehen und um dann eine definitive Entscheidung zu treffen. Bei dieser Züchterin sucht man sich keinen Welpen aus, sondern es ist umgekehrt: der Welpe sucht sich seinen Besitzer aus, und es war Sándor, der sich im Alter von 6 Wochen für mich entschied. Sándor blieb ein wenig länger als acht Wochen bei seiner Züchterin, da ich erst kurz vor Weihnachten Urlaub nehmen konnte. Endlich, am 14. Dezember 1990, konnte ich Sándor abholen. Dass schon damals der Grundstein für die Briard-Mania gelegt wurde, war mir noch nicht bewusst, aber im Laufe der Zeit spiegelte es sich heraus.

Sándor und Marko fuhren tagtäglich mit ins Büro - drei Jahre lang. Wir waren mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs, das Büro lag in der Wiener Innenstadt. So lernte er im frühesten Alter Schnellbahn und U-Bahn kennen, Rolltreppen, Aufzüge, Menschenansammlungen, starken Verkehrslärm usw kennen - tolle Bedingungen für eine vorzügliche Sozialisierung. Ebenso lernte er in kürzester Zeit perfekt an der Leine zu gehen - er war mittels einer Koppelkette mit Marko verbunden und von dem konnte er nur Gutes lernen.
Ich hatte auch Ausstellungsambitionen und so stand Sándor schon in der Jüngstenklasse im Ausstellungsring. Neben österreichischen Ausstellungen besuchte ich auch welche in der Slowakei und in Tschechien. Der Weg zum Erfolg war teilweise ein sehr steiniger, denn Sándor war von der Fellänge her extrem spätreif und damals wollte ich es nicht wahrhaben, dass es besser wäre, dem Hund nach der Jugendklasse ein wenig Pause für das Reifen zu geben, bevor er mit wesentlich älteren und völlig ausgereiften Hunden im Ring stand und natürlich gegen diese Konkurrenten keine Chance hatte, zu gewinnen. Es machte mir aber Spass und deshalb störten mich die mitleidigen Blicke so mancher anderer Briard-Besitzers nicht. Trotzdem: Ich habe daraus gelernt, und in der Folge meinen weiteren Briards Zeit für das Heranwachsen gegeben, bevor ich sie in der offenen Klasse präsentierte.
Den Abrichteplatz besuchte ich auch fleissig. Sándor war gut und freudig bei der Sache und bestand die erste Prüfung mit vorzüglich. Auch Schutzarbeit machte ich mit Sándor und er hatte seine Freude dabei. Heute glaube ich aber, dass ich ihm geistig seine Jugend genommen habe mit dem konsequenten Training, denn er war recht schnell ein sehr ernster Hund, ganz und gar nicht das, was ich im Laufe der Jahre bei meie´nen anderen Briards beobachtete, die eine Welpenspielstunde besuchten, in ihrer Jugend nur die Grundbegriffe der Unterordnung zu Hause kennenlernten und dann erst mit etwas mehr als einem Jahr in einen Kurs gingen.
Mit eineinhalb Jahren hatte Sándor eine Magendrehung. Dem Himmel sei Dank, dass ich sofort reagiert habe, als er nach dem Fressen jammerte und ständig auf seinen Bauch schaute. Es war wohl die Reiterei, die mich so schnell reagieren liess, denn der Blick auf den Bauch bei einem Pferd mit Kolik war mir wohl vertraut und so kombinierte ich, dass es bei Sándor nur eine Magendrehung sein konnte. Mein Tierarzt hat tolle Arbeit geleistet: die Ordination wurde nach dem Eintreffen von Sándor sofort für alle anderen Patienten geschlossen, da klar war, dass er sofort operiert werden musste. Der Magen war komplett gedreht und die Milz abgeschnürt. Die OP dauerte lange, verlief aber gut. Was Sándor einige Tage an der Kippe stehen liess, war der Kreislauf, der fast komplett zusammengebrochen war, aber er schaffte es.

Einen Monat nach der Operation stand er schon wieder im Ausstellungsring und war ganz der "alte". Und die erste Körung machten wir auch zu dieser Zeit. Im Nachhinein betrachtet, hätte ich ihm aber auch dafür Zeit lassen sollen, denn er wies "Schwächen" auf, die zeigten, dass er sich doch noch nicht ganz erholt hatte von der OP und so wurde er vorerst nur für ein Jahr angekört. Mein Ehrgeiz und Eifer waren einfach zu gross. Schade nur, dass ich auf Kosten von Sándor aus den Fehlern lernte.
Sándor wurde auch in der Zucht eingesetzt: seine erste Partnerin war eine Hündin aus der Slowakei (Arwa Zevar CS), die am 23. Oktober 1992 zwölf Welpen nach ihm hatte, wovon aber leider 5 starben. Aus dieser Verpaarung kam die erste Hündin hier ins Haus. Ich hatte eine fauve Hündin gewollt, aber diese verstarb leider und so fiel die Entscheidung auf eine der drei schwarzen, nämlich Arwa B., sie war die am aufgeschlossensten und die frechste.
Der erste Wurf meiner Zuchtstätte de la Maison du Garde-Barrière war auch nach Sándor, und zwar mit derselben Hündin, die er in der Slowakei gedeckt hatte, denn diese Hündin hatte ich im August 1993 zu mir genommen. Insgesamt hat Sándor aus vier Verpaarungen 46 Welpen (28/18) gezeugt.

drei Generationen: Vater, Tochter, Enkelkind
Im Juli 1993 trat Sándor zu seiner zweiten Körung an und wurde auf Lebzeit angekört und zur Zucht empfohlen.
Bis 1998 bewegten wir uns ausstellungsmässig nur in Österreich sowie der Slowakei und Tschechien. Als ich aber eine Hündin aus Frankreich importierte (Yazoo) und mit ihr viele Ausstellungen in Europa besuchte, beschloss ich eines Tages, dass auch Sándor zumindest einmal im Land seines Ursprungs ausgestellt werden sollte, und so fuhr wir im Mai 1998 zum Europäischen Briard-Championat nach Frankreich. Der Hauptgrund dieser Reise war eigentlich, dass zwei Welpen von Yazoo ihren Besitzern übergeben werden sollten und Sándor dem Besitzer seines Vaters vorzustellen, der nie von irgendeinem Sprössling aus Österreich gehört hatte. Da wir schon dort waren, wurde Sándor auch für die Ausstellung gemeldet. Leider war einen Monat zuvor Sándor's Vater gestorben und so war das Kennenlernen meines Rüden für den Besitzer von Agar ein eher schmerzhaftes, denn die beiden waren ein Spiegelbild gewesen. An der Ausstellung in Frankreich war Sándor nicht so erfolgreich: die Richterin gab ihm ein "sehr gut" mit der Begründung: "Fell zu lang". Eine Ironie, denn ich war froh, dass Sándor endlich langes Fell hatte und dieser Richterin war es zu lang.

Die Ausstellungen, die Sándor besuchte, wurden dann mit zunehmendem Alter weniger. 1997 hatte er den Slowakischen Champion gemacht und das war in meinen Augen das Beste, was dieser Rüde erreichen konnte. Dem Standard entsprechend habe ich mit Sándor viel erreicht, ich kannte seine Fehler und stand dazu. Dieser Rüde wurde bis zu seinem begonnenen 10. Lebensjahr rund 90 Mal ausgestellt und er lief überwiegend im "vorzüglich". Erst mit rund sieben Jahren war Sándor von der Fellentwicklung her ein fertiger Hund - sehr spät, aber immer noch früh genug, um zu "beweisen", dass aus einem "hässlichen Entlein" (viele haben Sándor so bezeichnet) ein schöner Briard geworden war.
Ausser der Magendrehung war Sándor immer gesund gewesen. Der jährliche Routinecheck im Jahr 2000 ergab, dass dieser Rüde von den Organen her einem fünfjährigen Briard entsprach und nicht einem fast zehnjährigen. Trotzdem wollte es das Schicksal anders: Viel zu früh wurde dieser Rüde abberufen. Er starb völlig unerwartet in der Nacht von 12. auf 13. Januar 2001. Um 23 Uhr waren wir spazieren gewesen und er war frisch und fröhlich wie immer; um 1 Uhr morgens fand ich ihn tot auf seinem Schlafplatz - ein Schock, wie sich jeder vorstellen kann. Aber was kann man einem geliebten Tier "schöneres" wünschen, als im Schlaf über die Regenbogenbrücke gerufen zu werden? Rückblickend muss ich zugeben, dass ich für jedes Jahr, in dem ich Sándor begleiten durfte, dankbar sein muss, denn er hätte schon mit eineinhalb Jahren an der Magendrehung sterben können, nur es ist eben in jedem Fall für Hundeliebhaber viel zu früh, wenn unsere Lieblinge gehen müssen.

Sándor hat seinen ganz speziellen Platz in meinem Herzen, obwohl ich natürlich alle unsere Hund grenzenlos liebe. Aber er war der ERSTE Briard und er war der Begründer meiner Zuchtstätte de la Maison du Garde-Barrière. Dafür, dass es er war, der mir die Rasse Briard näher brachte und der mich diese Rasse so sehr lieben lehrte, gebührt ihm mein spezieller Dank und Respekt.
Sándor, du warst der GRÖSSTE!!! Ich danke Dir für die schönen Jahre, in denen ich Dich begleiten durfte. Du warst mir IMMER ein treuer Wegbegleiter, egal ob es Berg- oder Talfahrten waren, durch die wir gingen. Ich werde Dich NIE vergessen!

Sándor's besondere Erfolge:
- Januar 1998 - Sándor ist PRA- und SNB-frei
- 17.08.1997 - Sándor ist Slowakischer Champion
- 31.01.1994 - Arwa Zevar CS wirft für unsere Zuchtstätte de la Maison du Garde-Barrière nach Sándor den A-Wurf (11 Welpen)
- Juli 1993 - Sándor wird auf Lebzeit angekört und ist zur Zucht empfohlen
- 20.10.1992 - die erste Nachzucht nach Sándor wird geboren: Arwa Zevar CS wirft nach ihm für die Slowakische Zuchtstätte Betkin dvor12 Welpen
- 1992 - Sándor wird angekört für ein Jahr
- Mai 1992 - Sándor überlebt eine Magendrehung
- Frühjahr 1992 - Sándor ist HD-frei
Sándor's eigene (alte) Homepage Sándor in Tribute2MyDogs

